Mit dem aktuellen Major-Release von PROLAG World stellt die CIM GmbH einen digitalen Zwilling für Automatiklager vor, der genau an dieser Stelle ansetzt: als praxisnahes Werkzeug zur sicheren Planung, Simulation und Optimierung automatisierter Lagerumgebungen. Der digitale Zwilling bildet das reale Automatiklager virtuell und funktional vollständig ab. Materialflüsse, Prozesse und Steuerungslogiken werden realitätsnah simuliert, lange bevor sie im Echtbetrieb umgesetzt werden. Für Betreiber, IT-Verantwortliche und Berater bedeutet das vor allem eines: mehr Planungssicherheit bei deutlich reduziertem Risiko.
Was ist ein digitaler Zwilling im Automatiklager?
Ein digitaler Zwilling ist eine virtuelle 1:1-Abbildung des realen Lagers auf Softwareebene. Im Unterschied zu klassischen Simulationen ist er kein statisches Modell, sondern ein aktives System: Alle logistischen Prozesse, Materialflusssteuerungen und Abhängigkeiten werden vollständig abgebildet und können unter realistischen Bedingungen getestet, angepasst und optimiert werden. In PROLAG World ist der digitale Zwilling direkt in das Warehouse Management System integriert und damit eng mit der operativen Steuerung verzahnt.
Weniger Risiko bei Erweiterungen und Upgrades
Ein zentraler Mehrwert des digitalen Zwillings liegt in der Absicherung von Änderungen. Software-Updates, Releasewechsel oder Anpassungen an der Automatiksteuerung können vollständig im digitalen Modell getestet werden – ohne Auswirkungen auf den laufenden Betrieb. Fehlerquellen werden frühzeitig erkannt, ungeplante Down-Times vermieden und die Betriebssicherheit nachhaltig erhöht.
Auch bei der Integration neuer Anlagenkomponenten, Fördertechnik oder zusätzlicher Automatikbereiche bietet der digitale Zwilling einen klaren Vorteil. Das Zusammenspiel aller Systeme lässt sich vorab analysieren und bewerten. Integrationsrisiken sinken, Investitionen werden planbarer und Projektlaufzeiten verkürzen sich.
Prozessoptimierung, Schulung und KI im Automatiklager
Über die reine Projektabsicherung hinaus unterstützt der digitale Zwilling die kontinuierliche Optimierung bestehender Lagerprozesse. Engpässe im Materialfluss, ineffiziente Strategien oder unausgewogene Auslastungen können analysiert und alternative Szenarien getestet werden – ohne Eingriff in den Echtbetrieb.
Auch für Schulung und Einarbeitung eröffnet der digitale Zwilling neue Möglichkeiten. Mitarbeitende können Prozesse, Bedienabläufe und typische Störfälle realitätsnah, aber risikofrei kennenlernen. Das erhöht die Prozesssicherheit und verkürzt Einarbeitungszeiten.
In Verbindung mit Echtzeitdaten bildet der digitale Zwilling zudem die Grundlage für KI-gestützte Zustandsüberwachung und Predictive Maintenance. Entwickelt wurde die Lösung unter anderem in Zusammenarbeit mit der TH Deggendorf. Damit ist der digitale Zwilling ein zentraler Baustein der zukünftigen Automatik- und KI-Strategie von CIM.
Vorteile des digitalen Zwillings auf einen Blick
- Reduzierte Projektrisiken bei Implementierungen, Erweiterungen und Upgrades
- Realitätsnahe Simulation automatisierter Lager und Materialflüsse
- Sichere Testphasen ohne Beeinträchtigung des laufenden Betriebs
- Bessere Planbarkeit von Investitionen und Automatikprojekten
- Fundierte Analyse und Optimierung bestehender Lagerprozesse
- Risikofreie Schulung und Einarbeitung von Mitarbeitenden
- Zukunftssichere Basis für KI-gestützte Wartungs- und Sicherheitskonzepte
- Zukunftsfähige Automatiksteuerung mit PROLAG World
Mit dem digitalen Zwilling für Automatiklager erweitert CIM PROLAG World um ein wirkungsvolles Instrument zur Risikominimierung, Prozesssicherheit und Effizienzsteigerung. Die vollständige Simulation komplexer Automatiklandschaften schafft Transparenz, reduziert Abhängigkeiten im Projektverlauf und erhöht die Betriebssicherheit nachhaltig. Gleichzeitig legt der digitale Zwilling den Grundstein für weitere KI-Innovationen, die CIM gemeinsam mit der TH Deggendorf im Projektumfeld CAIDAN vorantreibt. Kunden profitieren damit bereits heute von einem praxiserprobten Planungs- und Optimierungswerkzeug – und sind zugleich optimal auf zukünftige Entwicklungen in der automatisierten Lagerlogistik vorbereitet.